18 Nov 08

Seit einigen Jahren schon modert der Dyba im Fuldaer Dom vor sich hin. Doch nun wird er wieder gebraucht. Klaus Lederer, Landesvorsitzender der Berliner Linkspartei hat ihn wiederbelebt und setzt den alten Schwulenhasser jetzt als Speerspitze im Kampf gegen Homo-Stammtische ein.

Lederer reagiert damit auf einen Hinweis des CDU-Politikers Sascha Steuer, wonach der Stammtisch gegen Homophobie sich nicht zum Erfolgsmodell eigne.

Leder vertritt, ich muss es nicht einmal vereinfachen, sein Denken ist so einfach gestrickt, die Auffassung, solange es in Deutschland noch Katholiken, Nazis, CDU-Wähler und im Fuldaer Dom verscharrte Titularerzbischöfe gäbe, hätten “strukturell diskriminierte Migranten” jedes Recht, schwule Menschen (und die, die die herzensguten Migranten mit einschlägigem kulturellen oder religiösen Hintergrund dafür halten) zu verprügeln, zu jagen, zu verletzen,…

Sich gegen diese prügelnden Migranten zu wenden, sei diskriminierend. Über diese Diskriminierung gelte es sich zu empören, nicht aber darüber, dass (schwule) Männer krankenhausreif geschlagen und schwer verletzt werden.

Als Beleg für die Ernsthaftigkeit seiner strukturell hirnrissigen Auffassung verkündet er, homophoben Straftaten werde in Berlin entschlossen begegnet. Nun, aus der Ferne sieht es so aus, als gebe es in Berlin mehr und mehr homophobe Straftaten. Dass die Behörden und zum Beispiel die Vereine, Verbände, sonstigen Clübchen der Migranten und deren Zeitungen und Zeitschrifen der antischwulen Gewalt in irgendeiner Form, geschweige denn entschlossen, begegnen, ist nicht erkennbar.

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