2 Oct 08

Das TGD-Jahr währt vom 02.10., 07:29 pm, bis zum 02.10., 07:28 pm. Deshalb habe ich nun Gelegenheit für den ersten Jahresrückblick. 

Angefangen hat alles am 02.10.2007, 07:29 pm, mit einem Post über den ersten schwulen New Yorker. Gelesen hat diesen Post kaum jemand, aber das macht nichts, mir hat es Spaß gemacht, ein paar Infos über Harmen Meyndertsz van den Bogaert herauszusuchen und über ihn zu schreiben, auch wenn sein Schicksal gar nicht spaßig war.

Eine erstmals größere Zahl von Lesern interessierte sich für meine Posts über verschiedene Vorgänge in Dubai. Genau genommen ging es mir aber gar nicht um diese Vorgänge in Dubai, sondern um das, was die internationale Presse, in eine bestimmte Richtung beeinflusst, daraus gemacht hat.

Bald habe ich gemerkt, dass sich über Studien aller Art sehr schön und schnell schreiben lässt. Empörung und eine (rechtlich unhaltbare) Verleumdungsklagendrohung erntete ich mit meiner kritischen Auseinandersetzung mit einem Düsseldorfer Studienvorhaben. Mittlerweile wundere ich mich gar nicht mehr, viele Studien werden ja von Psychologen und Anverwandten in die Welt gesetzt, wie wenig die Studienmacher von der Psychologie der Menschen verstehen.

Reggaefans empörten sich zu Hauff, als ich meinen Unmut über bestimmte sogenannte Musiker kundtat. Ich bin mir immer noch nicht ganz im klaren darüber, ob sich die Herrschaften darüber aufgeregt haben, dass ich die Jamaika-Gang als homophob bezeichnet habe, oder darüber, dass ich es vor ihnen erkannte. Naja, sie werden sich zwischenzeitlich beruhigt haben.

In Köln habe ich durch meine gelegentlichen Hinweise auf die hier latent vorhandene Schwulenfeindlichkeit und die zunehmende Verbreitung rechten Packs neue Freunde gewonnen und insbesondere ein gewisses Nümatskraat in helle Aufregung versetzt. Naja, mit den Pavianpenissen konnte ich ihm/ihr wenigstens eine Freude machen.

Weniger Freude beim Lesen meiner Posts empfanden ein paar schwule Fußballfans, und das nur, weil ich nicht bereit bin, an der allgemeinen Christoph-Daum-Verehrung teilzunehmen.

Das alles sieht nach einer Spur der Verwüstung aus, aber es sieht eben nur so aus!

Ein bisserl Statistik: Die Zahl der Posts stellt sich im vergangenen TGD-Jahr auf 830 mit 2886 veöffentlichten Kommentaren. Die meisten Kommentare lasse ich ‘durchgehen’, nur Spam, Kommentare die nichts mit dem jeweiligen Thema zu tun haben, dafür aber allzuviel wirres Zeug enthalten, und Kommentare mit beleidigendem Inhalt schmeiße ich raus.

Einen unveröffentlichten Kommentar habe ich aufgehoben, damit ich immer weiß, mit wem ich es auf dieser Welt zu tun bekommen kann:

Mein Blog hat in den letzen Monaten etwa 1000 bis 1500 Klicks täglich, machmal steigt diese Zahl auf 1800, manchmal sinkt sie auf 700. Von den Klicks entfallen gut 10 % auf Posts, die bei den Anklickern vermutlich Erwartungshaltungen wecken, die unbefriedigt bleiben. Dies führt dazu, dass in der oben rechts im Blog zu sehenden Übersicht der Top-Beiträge ganz andere Posts stehen, als auf der Seite Basics.

Dieser Blog hat zwei Blogfathers, ondamaris und quickes wohnzimmer, die sich vermutlich Beide nicht im Klaren darüber sind, dass sie diese Funktion inne haben. Naja, ich werde ihnen bei Gelegenheit die Alimentenrechnung präsentieren.

Nicht ganz ohne Einfluss, ich will es nicht verschweigen, der geneigte Leser hat es ohnehin erkannt, sind auch Gay Banker und die Jungs von Gay West.

Zu bedanken habe ich mich bei dem Calibanblogger, der mir jeden Tag eine Handvoll Leser überweist und unter anderen bei den Bloggern Clamix, “schreibschrift”, Zwischenruf.at und Alternativen für freundliche Erwähnungen. Dank schulde ich auch den Bloggern, die mich in ihre Blogroll aufgenommen oder auf meine Posts Bezug genommen haben.

In meiner Blogroll wiederum finden sich die Blogs, die ich mit einer gewissen Regelmäßigkeit lese und/oder die hierher verlinken. Sollte jemand der Ansicht sein, dass er mit seinem Blog in meine Blogroll gehört, mag er sich durch einen Kommentar oder eine eMail bemerkbar machen.

Ich bin ein fauler Kommentierer. Zwar schaue ich gerne und viel in andere Blogs, bin dort aber, anders als hier bei mir, very economical of words. Nicht böse sein, ja!?

Ach so: Ich lege gesteigerten Wert auf das ‘The’ in ‘The Gay Dissenter’! The, The, The Gay Dissenter!

Ganz lustig finde ich, dass ich beim Antibürokratieteam hin und wieder die Momentquote sein darf.

Bleibt alles so, wie es ist? Nein! Die Postfrequenz wird sich verringern. Nicht, weil mir der Stoff ausgeht; das Gegenteil ist der Fall. Allein es fehlt mir die Zeit. Vielleicht gebe ich auch dem Drängen gewisser anderer Blogger nach, und steige auf einen selbstgehosteten Blog um. Vielleicht bekommt dieser Blog aber auch Geschwister, vielleicht… ach, Ihr/Sie werdet/werden es schon merken!

Genug geschwafelt! Jetzt mache ich mich erstmal über meine selbstgebackene Geburtstagstorte her…

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