Die Benutzung von Flugzeugen ist mit Risiken verbunden. Der Flugzeugabsturz in Madrid vor wenigen Wochen hat uns einmal mehr daran erinnert. Technische Defekte und sogenanntes menschliches Versagen sind häufige Unglücksursachen. Daneben führen auch terroristischen Aktivitäten und kriegerische Auseinandersetzungen dazu, dass Flugreisen einen tödlichen Ausgang nehmen können. Den jeweiligen Fluggesellschaften ist in der Regel allenfalls fahrlässiges Verhalten vorzuwerfen.
Es gibt aber auch Fluggesellschaften, die ganz bewusst, vorsätzlich (!), das Wohlergehen und das Leben ihrer Passagiere gefährden.
Eine dieser Fluggesellschaften ist British Midland Airways (bmi), die auch von Hannover und Köln aus startet.
Gestern hat Babakhan (Babi) Badalov seine Reise ins Verderben mit bmi antreten müssen.
Babi Badalov geboren 1959 in Lerik, Aserbaidschan, kam 1978 nach Abschluss der Kunstschule in Baku nach Leningrad. Er ist Maler, Objektkünstler, Dichter, Musiker und Tänzer. Während der Perestroika zählte er zu den wichtigsten Vertretern der Leningrader Kunstszene. Er wurde Mitglied der „Genossenschaft für experimentelle Kunst“, nahm aber eine Sonderstellung ein, da sich in seinem Werk russische, westliche und islamische Einflüsse manifestieren. 1991 reiste er in die USA, 1998 übersiedelte er nach Baku und seit 2006 lebt und arbeitet er in England, wo er um politisches Asyl ersuchte. Er wird in Aserbaidschan verfolgt, da er und sein Werk antiislamisch und antipatriotisch seien. Dies, weil er zu seiner Homosexualität steht, kritisch ist gegenüber dem aserbaidschanischen Regime und in Kontakt steht mit armenischen Künstlern und zusammen mit ihnen ausstellt. Von Angehörigen seiner eigenen Familie hat Babi Morddrohungen erhalten.
Die brititsche Regierung hat sein Asylgesuch abgeleht und seine Deportation veranlasst. Die zunächst beauftragte Azerbaijan Airlines hat ihre Mitwirkung aus ethischen Gründen abgeleht.
bmi stellte sich den britischen Behörden jedoch bereitwillig zur Verfügung und hat keine ethischen Bedenken, an der Deportation eines Menschen mitzuwirken. Und das, obwohl bmi bekannt ist, dass
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Babi Badalov in Aserbaidschan von den Behörden gefoltert wurde
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die behördlichen und gerichtlichen Verfahren in Aserbaidschan rechtsstaatlichen Mindeststandards nicht entsprechen
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Babi Badalov in Aserbaidschan allein schon wegen seiner Homosexualität mit staatlicher Verfolgung rechnen muss
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Babi Badalov ernstzunehmende Morddrohungen erhalten hat
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Babi Badalov’s Gesundheitszustand schlecht ist und professioneller medizinischer Betreuung bedarf
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das Abschiebeverfahren in diesem Fall den üblichen britischen Standards nicht entsprach
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die Abschiebung rechtswidrig ist.
bmi wird für den kurzfristig gebuchen Flug vom britschen Steuerzahler circa GBP 1000 und für den Hin- und Rückflug der Begleitperson circa GBP 2000 erhalten. Offenbar sind schnöde wirtschafliche Gesichtspunkte wichtiger, als das Wohlergehen der Passagiere.
Der Mitgründer und Mehrheitseigentümer von bmi, Michael Bishop, ist schwul.
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