10 Sep 08

Mein Lieblingskardinal, der kleine Erdbeerschorsch aus Köln, war gestern im Fersehen, bei Maischberger. Ich hab’s nicht gesehen, aber QUEER.DE berichtet darüber. Unter anderem, also unter dem üblichen Geschwafel, hat er gesagt:

Gott hat den Menschen in zwei Grundausführungen ins Dasein gerufen, nämlich als Mann und als Frau und zwar mit der Bestimmung, dass die Beiden sich ergänzen und eins werden.

Das ist zwar blödsinn, aber lassen wir den kleinen Joachim in diesem Aberglauben. Doch nun leugnet der Erdbeerschorsch hartneckig, jemals mit einer Frau eins geworden zu sein. Da er aber als Oberglaubender gewiss sich nicht dem göttlichen Willen, den er zweifellos genau kennt, verweigert, bleibt nur, davon auszugehen, dass er beide “Grundausführungen” in sich vereinigt, er sich selbst ergänzt und mit sich selbst eins wird. Erklären würde das einiges…

Gloria von tut und taugt nix war auch in der Sendung und folgendes wurde von ihr gesendet:

Für Gläubige hat sie einen simplen Tipp: “Viel beten! Er (der Schwule, Red.) solle Gott um Kraft bitten, mit dieser ’schweren Versuchung’ zu Recht zu kommen. Da brauchen wir nicht darüber zu diskutieren: Es ist ein schweres Kreuz”. Daraufhin folgte eine Drohung: “Wir haben nicht viel Zeit. Irgendwann stehen wir alle mit einem Fuß im Grab… Der Weg in den Himmel ist steil und steinig. Und der Weg in die Hölle ist bequem und breit.”

Und damit spricht sie, vermutlich vollkommen unbewußt, das eigentliche Problem an: Gläubige. Und zwar Gläubige vom Schlage der Meisners und Thurn und Taxis, die hier auf der Erde alles den Bach runter gehen lassen, nur um sich selbst damit zu befriedigen, dass sie eines Tage mit einem Fuß ins Grab und mit der Restmasse in den Himmel kommen. Ihren Irrtum werden sie erst erkennen, wenn es zu spät ist.

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