9 Sep 08

Am Rande des diesjährigen CSD in Hamburg zeigten die Schwusos ein Plakat auf dem sie mit eminenter Simplizität formulieren: Bareback-Partys verbieten!”. Und der gemeine nicht-schwuso Schwule fragt sich: Was meinen die damit? Wie kommt diese Parteiabteilung dazu, sich in meinen höchstpersönlichen Lebensbereich einzumischen? Wie können die Plakatierer einen derartigen normativen Anspruch erheben? Haben die sich dabei etwas gedacht?

Seit Beck, Nahles und Ypsilanti drängt sich mir der Verdacht auf, dass in der Splitterpartei SPD nicht mehr gedacht wird und diese Annahme mag wohl auch für die noch splittrige schwullesbische Sektion dieser Partei gelten. Denn die Herren Schwusos wollen nur gedankenlos ficken. Es ist nämlich aus deren Sicht ganz einfach: Mann verlange einfach einen allgemeinen Kondomzwang, am besten werden die Dinger fest montiert, verbiete aber mindestens, dass auf den Fickpartys der Schwusos jemand ganz nackt da steht, und schon kann Mann seinen Schwanz überall hineinstecken und sich alle möglichen Schwänze in den Arsch schieben lassen. Das bietet eine schöne (Schein-)Sicherheit, denn der plakatierende und praktizierende Schwuso glaubt wohl, es könne nun nichts mehr passieren. Das ist dumm, gedankenlos, und damit verantwortungslos. 

Verantwortungsvollen Sex zu haben, bedeutet vorher nachzudenken. Verantwortungsvoller Sex bedeutet, vorher ein paar Gedanken daran zu verschwenden, mit wem Mann welche Art von Sex haben will und mit wem Mann welche Art von Sex haben wird, welche - aus höchstpersönlicher und nicht aus des Schwusos Sicht - hinnehmbaren Risiken und nicht hinnehmbaren Risiken dabei auftreten können und dann über das ‘ob’ und ‘wie’ zu entscheiden.  

Der verantwortungsvolle Umgang mit den Mitmännern spielt sich nicht in latexverklebten Schwänzen, sondern in den Gehirnwindungen ab.

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