Da ist hübsch was zusammen gekommen:
Ein Athener Gericht hatte [den früheren Bischof von Attika, Panteleimon] wegen Unterschlagung in zweiter Instanz zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. Panteleimon war Schlüsselfigur einer Serie von Skandalen, die vor drei Jahren die Kirche Griechenlands in Verruf brachten: Geistliche sollen Kirchengelder in Millionenhöhe unterschlagen und Richter bestochen haben, in Antiquitätenschmuggel, Drogenhandel, Prostitution und Sex-Affären verwickelt gewesen sein.
Der Bischof hat sich also ganz schön angestrengt, im Dienste seiner Kirche. Und deshalb verlangen seine Amtsbrüder in Griechenland nun, dass er sich während der Haft ein wenig erholen dürfe:
Dass ihr früherer Amtsbruder Pante leimon in Korydallos unter einem Dach mit gewöhnlichen Kriminellen einsitzen muss, finden die griechischen Bischöfe unzumutbar. Deshalb die Forderung nach einem eigenen Gefängnis für Geistliche. Dafür gibt es sogar eine Rechtsgrundlage in der Charta der Griechischen Kirche, die Gesetzeskraft hat. Artikel 57 der Charta sieht “kirchliche Gefängnisse” vor. Die Kirchenleitung weiß auch schon, wo der Popenknast eingerichtet werden könnte: im Kloster von Ano Divri auf dem Peloponnes. Ein idyllischer Ort: die 1667 gegründete und heute von neun Mönchen bewohnte Abtei liegt in 950 Metern Höhe in den Bergen des Präfektur Elis.
Der künftige “Häftling” Panteleimon kann sich freuen: Die dicht bewaldete Umgebung des Klosters wurde bei den verheerenden Waldbränden des vergangenen Sommers nicht in Mitleidenschaft gezogen. Wegen der reichen Wasserläufe der Region heißt das Kloster auch Chrysopigi, Goldquelle. Das dürfte Panteleimon bekannt vorkommen, schließlich hat er schon einmal ein Kloster um mehrere hunderttausend Euro erleichtert.
Tja, man muss nur den Rechten Glauben haben…
Related posts
Filed under: Miscellaneous
Trackback Uri



Commentaries