Vielseitig sind sie ja, die Polizisten. Aus Simmern im Hunsrück wird berichtet:
jetzt bei einer Feier am Wochenende in Rheinböllen. Riesenlärm, Beamte wegen Ruhestörung vor der Tür – Beifall vom Partyvolk: Sie hielten die Polizisten für Stripper.
Die Männer seien durch die lautstark feiernden Gäste “zunächst nicht sonderlich ernst genommen worden”, nannte das die Polizei in Simmern. Klar: Die Party-Gemeinde hatte gedacht, dass die Uniformierten das Fest des weiblichen Geburtstagskinds um einen weiteren Höhepunkt bereichern sollten.
Doch Ausziehen wollten sich die Beamten nicht – zum Glück versuchter keiner, selbst Hand anzulegen.
Doppeltes Pech für die Feiernden, als sich der peinliche Irrtum aufklärte: Stripper gab’s keine und die Lautstärke musste auch runtergeregelt werden.
Ein historisches Vorbild hat dieser Vorfall in Tel Aviv. Da gab bereits im Jahr 2000 ein strippender Polizist eine unfreiwillige Kostprobe seines Könnens:
Der Polizist war in Lod bei Tel Aviv zu einer Feier weiblicher Singles geschickt worden, nachdem Nachbarn sich über den Party-Lärm beschwert hatten, berichtete die Tageszeitung “Jedioth Achronoth” am Donnerstag. Als er die Tür öffnete, sprangen dem Bericht zufolge etwa 30 teilweise leicht bekleidete Frauen auf ihn und begannen kreischend, ihn auszuziehen.
Allerdings ging der Gute mit der Situation wenig souverän um:
“Ich war völlig geschockt”, erzählte der Polizist später. Er habe sich mit Händen und Füßen gewehrt, den Frauen sein Funkgerät und seine Handschellen gezeigt und immer wieder beteuert, er sei Polizist. Die Frauen hätten jedoch zuerst gedacht, es sei Teil der Vorstellung und nur gelacht. “Dann hat endlich eine von ihnen das Licht angeschaltet und langsam ging ihnen auf, dass sie sich geirrt hatten”, erzählte der Polizist. Daraufhin habe er sich schnell angezogen, die Frauen gebeten, die Musik leiser zu stellen und rasch die Wohnung verlassen.
Bundespolizist Jörn vermied hingegen den unmittelbaren Körperkontakt mit der Weiblichkeit. Er verschickte statt dessen Bilder von seinem Penis per MMS. Die so Beglückte speicherte die Bildchen. Bezahlen, in Form einer Geldstrafe von EUR 3000, musste Jörn diesen besonderen Einsatz selbst.
Im Zivilverfahren akzeptierte der Bundespolizist aus Lichtenberg bereits 500 Euro Schmerzensgeld. Der Richter legte gestern nach: wegen Verbreitung eines Pornos 3000 Euro Strafe.
Welche Schmerzen mögen die MMS und das Speichern der Penisbilder ausgelöst haben? Sollte die blonde Weiblichkeit etwa ihr Handy … ?
Ein anschauliches Internetangebot hält die Polizei in Sussex bereit. Naja, sie hält es nicht selbst bereit, sorgte aber dafür, dass diese Seite reichlich bekannt wurde:
The force were trying to promote their Operation Beat Sweep, a programme to tackle anti-social behaviour from gun crime to grime on a leaflet.
But instead of recommending residents visit their website www.sussex.police.uk, they printed the website address as www.sussexpolice.co.uk, a domain name owned by an unrelated party that utlises it to promote links to gay pornographic websites.
In West Salford macht sich die Polizei auf, die notwendigen Outdoor-Videos für dieses Internetangebot zu drehen:
A clampdown on anti-social behaviour has been launched by police in and around Worsley Woods, a well known cruising spot for gay men in West Salford.
The operation is in response to complaints from local residents about men meeting for sex in the woods around the car park on Barton Road.
But where’s the policeman when you need one?
In Berlin häuft sich in der letzten Zeit homophobe Gewalt.
Fünf Männer wurden in der Nacht von Sonntag auf Montag in der beliebten Berliner Cruising-Gegend im Tiergarten Opfer von homophober Gewalt – ein Mann liegt als Folge des Angriffs derzeit auf der Intensivstation.
Und vor wenigen Tagen wurde das im Zentrum des Hauptstädtchens gelegene Mahnmal für die in der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen beschädigt.
Hierzu hört man von dem großmäuligen ‘Chef’ der Berliner Polizeigewerkschaft nichts. Als in Berlin zum CSD am Polizeipräsidium die Regenbogenflagge gehisst wurde, war sein Protestgeschrei unüberhörbar. Jetzt, wo es darum geht, wirklich einmal Flagge zu zeigen, ist von dem Suppenkasper nichts zu hören.
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