9 Aug 08

Nur knapp ist Deutschland an einer Katastrophe nationalen Ausmaßes vorbeigeschrammt. Die Kinderkommission des Bundestages (oder war es die Bundeskommission des Kindertages) wollte die Ü-Eier aus dem Hause Ferrero verbieten lassen. So meldeten es jedenfalls die Nachrichtenagenturen und Blogger verschiedener Güteklassen in sich überschlagenden Meldungen. Kinder, so hieß es zur Begründung des angeblichen Verbots, könnten sich an dem Inhalt der Eier verschlucken. Das müsse zum Schutz der Kleinen verhindert werden. Daran, den geistigen Müll, den die lieben Kleinen den ganzen Tag über schlucken müssen, zu verbieten, denkt die Kinderkommission aber nicht. Mehrere Ü-Ei-Inhalt-Sammler sollen mit Nervenzusammenbrüchen in Krankenhäuser eingeliefert worden sein, eBay beabsichtigte eine Verhundertfachung der Einstellgebühren für Ü-Ei-Inhaltsauktionen und ein wahrer Run auf Supermärkte, Tankstellen und Dönerbuden zwecks Plünderung der Ü-Ei-Bestände drohte. Nun gut, nach ein paar Stunden war der Spuk vorbei und die Kommission für/der Kinder gab Entwarnung. Ferrero und ganz Deutschland atmeten auf. Wie so oft, war alles nur ein Missverständnis. Die Eier sollen nicht verboten werden, es soll nur ein Warnhinweis angebracht werden, damit, wenn ein Kind an dem Inhalt erstickt ist, sofort fest steht, warum es erstickt ist. Das erspart aufwendige polizeiliche Untersuchungen. Nach meinem Dafürhalten muss nicht auf den Produkten des Herstellers Ferrero ein Warnhinweis angebracht werden, sondern es muss auf den Eltern ein Warnhinweis angebracht werden, die ihren Kindern diesen und anderen Scheiß kaufen.

Auch auf meinem kleinen handbetriebenen Blog wird immer wieder nach Überraschungseiern gesucht. Suchbegriff wie ’langer Hoden’, ‘fette Nüsse’, ’baumelnde Eier’, ‘Big Balls’, uä  habe ich täglich in der Searchstring-Liste, nur weil ich hin und wieder mal so was erwähnt habe; und auch die Penisbildsache hängt mir heute noch nach. Damit deutet sich auch schon an, dass es hier nicht um die Eier aus dem Hause Ferrero geht. Nein, die Eiersucher haben anderes im Sinn. Und ich auch! Überraschungseier suche ich nämlich nicht im Ferrero-Regal.

Ich finde das so geil:

Da steht ein attraktiver Kerl vor mir. (Ich kürze jetzt ab und komme gleich zur Sache: ) Ich fingere an seinem Gürtel (fies sind übrigens Hosen mit Innengürtel) und meine Nase sagt mir, ob sich das Weitermachen lohnt. Männer kann Mann nämlich am Geruch erkennen. Nicht nur an dieser Stelle. Mache riechen nach totem Fisch, nach Fisch, der schon vor sehr langer Zeit gestorben ist, nach Verwesung. Bääh, das mag ich überhaupt nicht und ich breche die Überraschungseiersuche ab. Andere Männer duften hingegen total klasse. Nicht nach billigem oder teurem Parfum, Duschgel oder Desinfektionsmittel, nein, einfach nur nach Mann. Und der Geruch ist immer unterschiedlich männlich. Mal mehr würzig-herb, mal süßlich-mild. Jetzt weiß ich, ob sich der weitere Kampf mit Gürtelschnallen, Reißverschlüssen, Nieten, Sicherheitsnadeln oder was auch immer eine Männerhose nebst Inhalt zusammen hält, lohnt. Dann kommt die nächste Hürde: AussieBums und ähnliche Dekorationsartikel. Schade: Bei manchen Männern ist wie bei den Produkten von Ferrero: Die Verpackung ist alles, der Inhalts nichts. Aber wie ein Ferrero-Eierexperte sich durch schütteln und drücken der Eier vor unliebsamen Überraschungen schützt, kann sich auch ein Männereierexperte vorher zum Beispiel durch eine haptische Prüfung einen gewissen Vorgeschmack auf das spätere visuelle Erlebnis verschaffen.

Ja, und wenn dann endlich die AussieBums beseitigt sind, sieht und – im weiteren Verlauf – schmeckt man, dass Männerschwänze und Männereier sowie deren Aufbewahrungsbeutel ganz unterschiedlich beschaffen sind. Da gibt es dicke, fette Eier, die sofort Assoziationen an den Bauer mit den dicken Kartoffeln auslösen, und bei denen Mann mit beiden Händen nachstopfen muss, wenn Mann sie in den Mund nehmen will (die Eier, nicht die Kartoffeln). Es gibt kleine niedliche Klicker, die Mann fast verschluckt. Mache sind in einem schrumpeligen, krampfadrigen Sack verhüllt, manche in einer glatten, geschmeidigen Samthülle. Mache Eier verstecken sich geradezu und liegen ganz dicht am Körper an. Andere wiederum baumeln und schwingen wie der ‘Dicke Pitter’. Manche Männer verstärken diesen höchst ansprechenden Anblick noch durch Ballstretcher (seid vorsichtig Jungs und übertreibt’s nicht. Ein zu großer Ballstretcher kann fiese und nachhaltige Schmerzen verursachen).

Es gibt Männer, die sind ‘unten herum’ ganz schön buschig. Da geht dann das Ostereiersuchen los. Ich mag zwar Körperbehaarung in Maßen und an den richtigen Stellen. Wenn ich aber die Eier vor lauter Gestrüpp nicht sehen kann,… nee, das ist mir zu viel. Außerdem finde ich es ziemlich ätzend, beim Lutschen und Lecken immer den Mund voller Haare zu haben.

Auch der Inhalt der Eier ist unterschiedlich. Manche bringen nur ein paar klebrige Tröpfchen hervor, andere verfügen über einen riesigen Stauraum. Der vom Bundestag befürchtete Verschluckungseffekt kann bei diesen Überraschungseiern durchaus auch eintreten. Da kommt manchmal soviel raus, dass Mann wirklich nicht mehr weiß, wohin damit. Apropos verschlucken: Es gibt durchaus Menschen, nicht zu wenige, die auch auf diesen Überraschungseiern und dem ganzen Drumherum am liebsten ganz viele Warnhinweise anbringen würden. Nicht etwa, weil sie eine Einweißvergiftung befürchten. Nein, weil sie meinen, dass Männer, die gerne Schwänze lutschen und dabei Eier streicheln und durchkneten eine ganz gefährliche Spezies Mensch sind: Verantwortungslos, eine Gefahr für sich selbst und andere, rücksichtslos und egoistisch.

Ihr könnt mich mal! Ich weiß, was ich will. Ich weiß, was ich tue. Wisst Ihr es auch?

Hier ein paar ‘adulte’ Hodensäcke mit prallem Inhalt; für die einen zum angucken, für die anderen, die Homophoben und die Kleinkarierten, zum aufregen:

Related posts


Filed under: Penis

Trackback Uri



Leave a Comment



Subscribe without commenting