7 Aug 08

Max Mosley, Rennauto-, Frauen-, Nazi- und Geldliebhaber, versucht, sich bei schwulen Menschen einzuschmeicheln:

“Früher wurden Homosexuelle und Transvestiten kritisiert. In England war Homosexualität ein Verbrechen”, erklärte Mosley. Er habe Verachtung für die Kritiker übrig, die ihn und Schwule angegriffen hätten: “Das sind die Leute, die denken, Sex finde nur in der klassischen Missionarsstellung statt”.

Ferner verriet Mosley, dass es “sogar Homosexuelle in der Formel 1″ gebe. “Aber jeder kann in seinem Privatleben das tun, was er will. Das tut ja niemandem weh.”

1. Was hat Mosleys Nazi-Fetisch mit Homosexualität zu tun? Mir ist sehr wohl bekannt (und vollkommen unverständlich), dass es auch homosexuelle Menschen mit einem Nazi-Fetisch gibt, den Zusammenhang sehe ich gleichwohl nicht.

2. Dass es Homosexuelle in der Formel 1 gibt, ist nicht neu. Warum versucht Mosley sein Verhalten mit dem Hinweis auf Homosexuelle im Motorsport zu entschuldigen?

3. Richtig ist, das Homosexualität in England strafbar war. Falsch ist, dass das bisschen Medienrummel um Mosley’s Nazispielchen auch nur ansatzweise mit dem vergleichbar ist, was schwulen Menschen im Namen des Gesetzes und des Volkes angetan wurde.

4. Ebenso falsch und unverschämt ist es, zu behaupten, die Kritisierung homosexueller Menschen habe nur “früher” stattgefunden, um sich so selbst zu einem Märtyrer der Jetztzeit zu stilisieren. Ich erinnere nur an den erst wenige Monate zurückliegenden Fall des früheren BP-Chefs, Lord Browne of Madingley.

Related posts


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri



Leave a Comment



Subscribe without commenting