14 May 08

Die Toten, deren sterbliche Überreste hier in Urnen beigesetzt sind, sind Aids-Tote. Genauer gesagt, sie gehören zu den ersten Opfern der Immunschwächekrankheit in Hamburg. Sie starben zu einer Zeit, als es für HIV-Infizierte kaum längere Überlebenschancen gab – und als die Krankheit die Betroffenen zu gesellschaftlichen Außenseitern machte. In vielen Fällen fand die Beisetzung deshalb nicht in Einzel- oder Familiengräbern statt. “Die Familien der Kranken haben damals Homosexualität nicht akzeptieren können”, sagt Pastor Detlev Gause. “Kam dann auch noch Aids hinzu, dann hieß es schnell: Den wollen wir nicht!”

Bunte Luftballons und farbenfrohe Blumen gegen das Vergessen und die Einsamkeit

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