Mag jemand auf einen kleinen virtuellen Streifzug mitzukommen?
Fangen wir an bei sabbernden Babies. Ich habe gelernt, dass man aus dem Speichel der Kleinen eine Menge herauslesen kann. Es ist wie mit dem Kaffeesatz, aus dem man ja auch so einiges für Zukunft erfahren kann. Wenn man tapfer dran glaubt, tritt es vielleicht auch ein. Oder man erinnert sich später einfach daran, das tatsächlich Eingetretene schon vor Jahren vorhergesehen zu haben.
Was mit dem Babyspeichel geht, funktioniert auch mit Männerspeichel, genauer mit dem von Börsenhändlern. Mit etwas Glück kann man aus dem Speichel die Aktienkursentwicklung von morgen vorhersagen. 
Aufregend wird es in den Betten und Kühlschränken der Börsenhändler und Broker (das sind doch die Leser von Men’s Health, oder? Und die werden vom Focus verpetzt). Wild geht’s da zu…
Wild geht’s auch zu, wenn, na, sagen wir mal Brad Pitt, Gott und ein ultraorthodoxer Rabbi auf dem Weg zu einer Hochzeit in Massachusetts sind.
Die Hochzeit selbst ist nicht wild, Nein, das gehört sicht nicht. Es läuft alles ganz normal ab.
So, und nun können wir noch an einem toleranten Gottesdienst teilnehmen. Toleranter Gottesdienst! Jawohl, so steht’s geschrieben! Und dieser Gottesdienst wird sogar in katholischer Gebärdensprache im Radio übertragen, äh… so ähnlich jedenfalls. Auch ganz normal – wie beim Papst. Und wer möchte, kann dann noch dem Großen Fritz ein paar Kartoffeln auf’s Grab schmeißen. Und Rosen! Warum eigentlich Rosen? Der Friedrich war doch immer so eifersüchtig weil sein Heinrich, also sein Bruder Heinrich, immer die schärferen Freunde hatte. Und fies war er auch, der Friedrich zum Heinrich. Heinrich bekommt aber keine Rosen. Kartoffeln auch nicht. Aber er war ja auch nicht König. Und nicht impotent. Aber das war der Fritz vielleicht auch nicht. Manche sagen das zwar, aber nichts Genaues weiß man nicht. Jetzt wollen ein paar Jungs an Preußen’s Glanz und Gloria teilhaben, und Fritz wird zum CSD-Idol. Mein Idol ist er nicht. Irgendetwas stimmt nämlich nicht mit diesem Preußen und seinem großen König. Nein, nicht das er schwul war – das ist ja ganz normal. Aber da sind nicht nur die schwul-lesbischen Stadtspaziergänger, die ihn verehren, nein, er hatte und hat noch andere Fans, und die würden ihm Kartoffeln nur deshalb auf’s Grab legen, weil sie braun sind – die Fans und die Kartoffeln. Lieber mache ich mit den Kartoffeln, den dicken, etwas Anderes. Und Rosen schenke ich nur einem!
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