26 Mar 08

welt.de hat gestern folgende Überschrift gebildet:

Nur noch jedes fünfte Kind in Hamburg wird getauft

Richtig hätte es heißen müssen:

Im Hamburg wird immer noch jedes fünfte Kind getauft

welt.de schreibt:

Bedenklich stimmt auch der Rückgang bei evangelischen Taufen: Waren es 1988 mehr als 24.000, so sind es jetzt rund 20.000. Nur noch jedes vierte bis fünfte Kind in Hamburg wird getauft.

Es ist doch nicht bedenklich, wenn die Menschen sich von diesem Kirchenzirkus abwenden.

Ich habe meinen Eltern nicht viel vorzuwerfen. Bei genauem Hinsehen kann ich ihnen tatsächlich nur eines vorhalten, nämlich dass sie mich haben taufen lassen und der rk Kirche mit ihren wirren Lehren (besser: Leeren) aussetzten. Sie hätten mir, der rk Kirche und vor allem sich selbst viele Problem ersparen können. Sorgen, unnötige Sorgen, die ihnen von der rk Amtskirche eingeredet wurden, hätten sie sich nicht machen müssen.

welt.de schreibt auch

Einen Aufschwung erfährt dagegen der Islam, zu dem sich in Hamburg immerhin 130.000 Menschen bekennen

und findet das nicht bedenklich.

Ich halte diese Entwicklung für sogar sehr bedenklich, denn einen Aberglauben durch einen anderen zu ersetzen, bringt gar nichts.

Damit leben in der Hansestadt fast so viele Muslime wie römische Katholiken – mit 170.000 Mitgliedern ohnehin in historisch bedingter Diaspora.

Nicht zu übersehen ist jedoch, dass die beiden großen christlichen Kirchen nutzbringende Einrichtungen in Hamburg betreiben:

Trotzdem verfügen die Kirchen über ein breites soziales Netz. Die Diakonie etwa betreibt in Hamburg 10.000 Kita-Plätze, Krankenhäuser mit 2400 Betten sowie Alten- und Pflegeheime mit einer Kapazität von rund 5000 Plätzen. Das Erzbistum Hamburg verfügt über 20 allgemeinbildende Schulen sowie 300 Sozialeinrichtungen mit 9000 Plätzen, darunter neun Krankenhäuser sowie 64 Kindergärten und Kindertagesstätten.

Unersetzlich macht dieses die Kirchen jedoch nicht. Ich vermute, dass allein die Mehrsteuern, die bei einem ertragsteuerlichen Abzugsverbot für Kirchensteuern und Spenden an religiöse Institutionen dem Staat zufließen würden, ausreichten, um der öffentlichen Hand die Finanzierung der vorgenannten Einrichtungen zu ermöglichen.

Der Islam hat in Hamburg übrigens nichts Vergleichbares zu bieten, außer ein paar Koranschulen, von denen niemand so recht weiß, was hinter deren Mauern vor sich geht.

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