Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, dass alle Haare weg ‘müssen’:
Auch 30 Prozent der Männer legen ihr bestes Stück frei, längst sind es nicht mehr nur Homosexuelle. Was laut Diplom-Psychologin Ada Borkenhagen von der Uni Leipzig einen einfachen Grund hat: „Ich habe mir sagen lassen, der Penis sehe dann größer aus.”
Haarfrei ist Trend, in Amerika schon lange, aber auch deutsche Teenager sehen in natürlicher Körperbehaarung einen Affront gegen den kultivierten Geschmack, in Zeitschriften wie der Bravo zeigen sich jugendliche Leser nackt, unten herum ganz haarlos.
Dass die heute Pubertierenden zu militanten Haarhassern mutiert sind, liegt laut Borkenhagen auch an der Wellenbewegung der Mode: „Wir können das als Gegenbewegung zur 68er-Generation deuten, als Frauen wie Männer ihre Haare bewusst sprießen ließen. Die Töchter und Söhne rasieren sich.”
Nicht mit mir!
Mit übermässiger Körperbehaarung, wenn also Verwechlungsgefahr mit einem Schimpansen besteht, kann ich nichts anfangen. Aber ein paar Haare an der richtigen Stellen emfinde ich als sehr reizvoll. Wodurch unterscheiden sich Menschen denn äußerlich? Klar, durch die Körpergröße, den Körperumfang, dei Hautfarbe,… Aber eben auch durch den Haarwuchs. Mache sind mehr, manche weniger behaart. Manche haben helle, manche dunkle Haare. Wenn nun alle alle Haare abrasieren (oder womöglich unwiederbringlich entfernen lassen), ist das nur ein Schritt zur Vereinheitlichung. Und zur Verlangweilichung, denn dann gibt’s ja nichts mehr zu entdecken. Auch dieser, hoffentlich nur kurzlebigen Modeerscheinung, werde ich mich widersetzen. Ich setze meine Goatee- und sonstigen Bartexperimente fort. Und auch mein Trail bleibt.
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