Dieser Satz stammt aus einer Pressemitteilung des Züricher Unternehmes ‘Attitude Hotels’. Und selbstredend hält der Gründer und Geschäftsführer des Labels ‘Attitude Hotel’, ein “Weltbürger, der 5 Sprachen spricht” die Lösung bereit:
Attitude Hotels vereint schwulen- lesbischen und heterofreundliche Hotels mit bester Qualität. Die Hotels zeichnen sich durch Herzlichkeit und hohe Servicequalität aus, die besonders für schwule und lesbische Reisende konzipiert sind.
Sie bieten Authentizität und das besondere „gay natural” Erlebnis.
Gay natural Erlebnis?? Watt is datt denn??
Warum das alles?
Es ist aber nicht einfach, als Homosexuelle/r eine gute Unterkunft zu finden. Diese Erfahrung hat auch Pedro Castro gemacht. Er hat bemerkt, dass „gay-friendly” alleine nicht genügt [...]
“Als Homosexuelle/r”?? Welche Verklemmungen haben sich denn beim Schreiben dieser Pressemitteilung abgespielt?
Ich hatte noch nie Schwierigkeiten, eine gute Unterkunft zu finden. Allerding habe ich wohl andere Vorstellungen von ‘gut’, als Pedro Castro sie hat.
Die Zielgruppe:
Gemäss der englischen Studie „Outright 2006″ ist das durchschnittliche Einkommen von Homosexuellen höher als jenes der Heterosexuellen. Schwule und Lesben gelten als „DINK” (vom englischen doppeltes Einkommen, keine Kinder – „Double Income No Kids”) und geben das zusätzliche Geld oft für Ferien aus.
Ich fürchte, dass diese Zielgruppe in weiten Teilen identisch ist, mit dem von mir hier beschriebenen Personenkreis. Abgesehen davon, dass die englische Studie ziemlich schwachsinnig ist, nicht zu letzt, weil sie nicht alle Einkommensbestandteile von (heterosexuellen) Menschen mit Kindern erfasst und deshalb die Einkommensverteilung in der Bevölkerung nicht richtig wiedergibt, ist sie alles andere als repräsentativ. Aber, da der Weltbürger Pedro Castro auch in die Billionen-Milliarden-Falle getappt ist, bemerkte er das wohl nicht.
Related posts
Filed under: Gay, Schwul, Studien
Trackback Uri



Commentaries