Drei Priester machen dieser Tage von sich reden:
1. Marcos Zapata
The Rev. Marcos Zapata, the head of an evangelical group that operates centers for troubled children in the Galicia region, recently held a seminar for parents titled: “How to Raise Heterosexual Children”.
People who attended the speech say that Zapata called homosexuality an illness and an addiction, comparing it to alcoholism and drug abuse. He went on to say that that homosexuality could be “cured” through therapy.
Zapata said that in his own family he reinforces masculine roles for his two sons by watching professional wrestling.
He also told fathers to “hug your sons as much as you can, because if you don’t, perhaps another man will”.
The regional government said it has opened an investigation to determine if the speech violated Spanish law which bans hate speech against gays. (Quelle: 365Gay.com)
Was lernen wir daraus: Wrestling ist nichts für Schwule (hahaha *Lachanfall*) – Mann ist dieser Priester blöd! Wichtiger aber: Spanien hat sich nach, gerade im vergangenen Jahrhundert, wechselvoller Geschichte und trotz andauernder interner Probleme (‘ETA’) zu einer belastbaren Demokratie und einem vorzeigbaren Rechtsstaat entwickelt. Es gibt Anti-Hass-Gesetze, die auch schwule Menschen schützen, und dieser Kirchentrottel wird damit nun Bekanntschaft machen. Der vergleichende Blick auf Deutschland zeigt, dass wir immer weiter zurückfallen und schon längst nicht mehr als europäisches Vorzeigeland taugen.
2. Bernardo Alvarez
Natürlich hat darf, wenn es um Hassparolen geht, ein römisch-katholischer Bischof nicht fehlen. Statt in der Bibel hat der gute Alvarez aus lauter Langeweile über die Feiertage wohl ein paar Zeilen des vatikanischen Handbuchs der Menschenfeindlichkeit auswendig gelernt.
Meanwhile, the Catholic bishop of the Canary island Tenerife is under fire for comparing homosexuality to pedophilia and drug addiction.
Bernardo Alvarez said in an interview that “homosexuality harms society, and we will pay for it.”
The conservative bishop also claimed that many young people who are abused were themselves responsible.
Alvarez claimed that many minors seek out adults for sex.
“If one isn’t careful, they could even provoke it,” Alvarez said. “Sexuality is more complicated than one suspects.” (Quelle: 365Gay.com)
Hat er, offensichtlich ein höchst erfahrener Sexexperte, womöglich vergessen, dass die Menschen in fast allen Teilen der Welt, jedenfalls überall dort, wo die katholische Kirche und ihre Eroberer ihren Fuß hingesetzt haben, für 2000 Jahre blutige Glaubensherrschaft nach wie vor teuer bezahlen? Aber Geschichtsvergessenheit ist ja eine Hauptmaxime der römisch-katholischen Kirche. Dadurch lässt sich die Schuld, für was auch immer, viel leichter bei anderen suchen.
3. Stefan Hippler
Wohl der vernüftigste der drei hier genannten Priester.
Die römisch-katholische Kirche will es so. Sie hat Stefan Hippler, Priester in Kapstadt und Gründer der Aids-Hilfsorganisation Hope Cape Town, einen Maulkorb verpasst. Hippler darf mit seinem im Herbst erschienen Buch “Gott, Aids, Afrika” im April 2008 nicht in Deutschland auf Lesereise gehen. Sein Verlag Kiepenheuer und Witsch teilte mit, Hipplers vorgesetzte Dienststelle, die Abteilung Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, habe das Verbot ausgesprochen.
Will Gott es so? Dass in Afrika Millionen Menschen elend ihr Leben durch Aids lassen? Dass die katholische Kirche als einzige Antwort auf die HIV/Aids-Pandemie Keuschheit und Enthaltsamkeit predigt? Dass einzelne Priester und Bischöfe sich dazu gezwungen sehen, quasi “illegal” den Gebrauch von Kondomen zuzulassen?
[...] wer seine Sexualität nach den Geboten der Kirche ausrichte, unterzeichne sein Todesurteil. Besonders Ehefrauen, deren Männer untreu sind.
Der aufmüpfige Priester fordert vom Papst eine Aids-Theologie auf der Basis der Verwirklichung göttlicher Liebe. Damit Rom sich nicht mit schuldig mache, an dem, was viele heute schon einen “Massenmord aus Gleichgültigkeit” nennen, solle der Papst endlich den Gebrauch von Kondomen zulassen. Hippler ist überzeugt: Gott will es so. (Quelle: FR)
Nun, Herr Hippler macht einen kardinalen Denkfehler. Ratzinger nimmt für sich, und das Kirchenvolk hat das gefälligst zu schlucken, Unfehlbarkeit in Anspruch (deshalb ist er auch der Auffassung, dass es kein Fehler war, in der Hitlerjugend gewesen zu sein). Wenn es einen Gott gäbe, hätte dieser nur zwei Möglichkeiten: Entweder er folgt Ratzingers Ansichten oder er begibt sich in einen Irrtum.
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