Nun ist der Düsseldorfer Kreuzstreit zu einem Ende gekommen. Zu keinem guten.
In Düsseldorf erhalten Amts-, Landes- und Oberlandesgericht ein neues Gebäude. Die Präsidenten dieser drei Gerichte hatten sich darauf verständigt, in den Gerichtssälen kein Kruzifixe aufhängen zu lassen, ganz so wie es im Grundgesetz steht. Das brachte den Richtern den erbosten Protest der römisch-katholischen und evangelischen Kirche ein. Die Landesregierung in Gestalt von Rüttgers und der Ex-Richterin und Ex-Richterbundvorsitzenden Müller-Piepenkötter (für nicht NRWler: das ist nicht der Name einer Kabarettistin sondern der der Landesjustizministerin), nebenher Skandalnudel der Landesregierung und in dieser Eigenschaft damit beschäftigt, von der Unfähigkeit des Ministerpräsidendten abzulenken, intervenierten zugunsten der Kruzifixfetischisten und Verfassungsleugner. Die Gerichtspräsidenten gaben nach und stimmten zu, dass ein überdimensioniertes Kreuz aus einem der alten Sitzungssäle in das neue Gebäude kommt – zwar nicht in einem Sitzungsraum soll es aber doch einen prominenten Platz im neuen Gerichtsgebäude erhalten.
Dominik Schwaderlapp (das ist ein Name, keine Funktionsbezeichnung), Generalvikar des erkrankten Erdbeerschorschs nörgelt an Stelle desselben herum:
Wer Kreuze aus Gerichtssälen entferne, trenne demonstrativ die Rechtsordnung von ihren Wurzeln. Dazu dürfen wir Christen nicht schweigen.
Schwaderlapp
- sollte sich anhand des aktuellen Zeitgeschehens darüber im Klaren sein,
- dass das Christentum so etwas wie eine Rechtsordnung, in der die Betonung auf Recht liegt, nicht hat,
- dass Christen besser so lange in Bezug auf staatliche Angelegenheiten Schweigen sollten, bis sie ihre innerchristlichen Angelegenheiten bereinigt und namentlich die Straftäter in ihren Reihen den weltlichen Behörden übergeben haben, .. continue reading ..
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