18 Mar 10

Außenpolitik ist immer auch Menschenrechtspolitik – sie sollte es zumindest sein. In Deutschland hat die Außenpolitik andere Schwerpunkte, der gegenwärtige Darsteller des Bundesministers des Äußeren demonstriert es gerade lautstark; seine Vorgänger waren inhaltlich nicht besser, nur leiser.

Anders in Großbritannien: Das dortige Foreign & Commonwealth Office hat sich den Einsatz für Menschenrechten auf die Fahnen geschrieben, und zwar weltweit. Zum Selbstverständnis des Foreign & Commonwealth Office gehört es, sich um die Belange schwuler und lesbischer Menschen im Ausland einzusetzen. Einmal jährlich erstattet der Secretary of State for Foreign and Commonwealth Affairs über die Aktivitäten seiner Behörde Bericht. Ein paar Auszüge: .. continue reading ..

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17 Mar 10

Nun ist der Düsseldorfer Kreuzstreit zu einem Ende gekommen. Zu keinem guten.

In Düsseldorf erhalten Amts-, Landes- und Oberlandesgericht ein neues Gebäude. Die Präsidenten dieser drei Gerichte hatten sich darauf verständigt, in den Gerichtssälen kein Kruzifixe aufhängen zu lassen, ganz so wie es im Grundgesetz steht. Das brachte den Richtern den erbosten Protest der römisch-katholischen und evangelischen Kirche ein. Die Landesregierung in Gestalt von Rüttgers und der Ex-Richterin und Ex-Richterbundvorsitzenden Müller-Piepenkötter (für nicht NRWler: das ist nicht der Name einer Kabarettistin sondern der der Landesjustizministerin), nebenher Skandalnudel der Landesregierung und in dieser Eigenschaft damit beschäftigt, von der Unfähigkeit des Ministerpräsidendten abzulenken, intervenierten zugunsten der Kruzifixfetischisten und Verfassungsleugner. Die Gerichtspräsidenten gaben nach und stimmten zu, dass ein überdimensioniertes Kreuz aus einem der alten Sitzungssäle in das neue Gebäude kommt – zwar nicht in einem Sitzungsraum soll es aber doch einen prominenten Platz im neuen Gerichtsgebäude erhalten.

Dominik Schwaderlapp (das ist ein Name, keine Funktionsbezeichnung), Generalvikar des erkrankten Erdbeerschorschs nörgelt an Stelle desselben herum:

Wer Kreuze aus Gerichtssälen entferne, trenne demonstrativ die Rechtsordnung von ihren Wurzeln. Dazu dürfen wir Christen nicht schweigen.

Schwaderlapp

  • sollte sich anhand des aktuellen Zeitgeschehens darüber im Klaren sein,
    • dass das Christentum so etwas wie eine Rechtsordnung, in der die Betonung auf Recht liegt, nicht hat,
    • dass Christen besser so lange in Bezug auf staatliche Angelegenheiten Schweigen sollten, bis sie ihre innerchristlichen Angelegenheiten bereinigt und namentlich die Straftäter in ihren Reihen den weltlichen Behörden übergeben haben, .. continue reading ..

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16 Mar 10

das ist es wohl, was der Altmeister des neuzeitlichen Faschismus, André F Lichtschlag, als Allheilmittel, nicht nur gegen Homosexualität, verkaufen möchte: .. continue reading ..

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15 Mar 10

Der LSVD möchte seinem Programm eine neue Fassung geben; der Verbandstag im April soll darüber beschließen:

Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt

Programm des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD)

Ich hab’ nichts zu meckern gefunden. Will heißen: Mit gefällt das neue Programm richtig gut. .. continue reading ..

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15 Mar 10

Die nicht enden wollenden Skandale um die römisch-katholische Kirche haben, vor traurigem Hintergrund, einen amüsanten Nebeneffekt. Ein paar Fundamentalkatholiken liefern ob der immer neuen Vorwürfe gegen die heilige, einige, apostolische Kirche ein dem märchenhaften Rumpelstilzchen zur Ehre gereichendes Gekeife, Gewimmere und Getobe.

Blogger kewil ist  einer von diesen Fundamentalkatholiken, der sich von einem Wutanfall zum nächsten windet. kewil fand hier schon Erwähnung: .. continue reading ..

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13 Mar 10

Eine Gruppe von Studenten der Universität von Texas sorgt für Aufregung in den USA: die Atheisten tauschen an einem Stand auf dem Campus religiöse Bücher kostenlos gegen Pornos.

berichtet queer.de.

Ganz schön blöd. Ich würde meine geilen Pornos nie für die Hasstexte der Bibel hergeben.

Aber die studentischen Campusatheisten haben ohnehin abenteuerliche Ansichten: .. continue reading ..

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13 Mar 10

…nichts. .. continue reading ..

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12 Mar 10

Deutschland: Wir begeben uns in die Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Eine große deutsche Partei ringt fünfundzwanzig Jahre nach ihrer Gründung mit der kaiserlichen Obrigkeit. Schwindender Rückhalt in der Bevölkerung, interne Richtungskämpfe und immer neue Konkurrenzparteien machen ihr das Leben schwer. Zehn Jahre nach der Aufhebung des Sozialistengesetzes hat die Partei ihr Pulver verschossen. Sie sucht verzweifelt ihren politischen Einfluss in Deutschland zu erhalten. Sie verspricht sich Erfolg und Anerkennung, indem sie schonungslos gegen die – in ihrer Terminologie – herrschende Klasse vorgeht. Gehörte ihr damaliger Vorsitzender August Bebel im Jahre 1897 noch zu den Unterstützern einer (erfolglos gebliebenen) Petition zur Erreichung der Straffreiheit der Widernatürlichen Unzucht, mit der im wesentlichen männlicher homosexueller Geschlechtsverkehr gemeint war, nutzt sie nunmehr die homosexuelle Orientierung bekannter Persönlichkeiten für ihren Klassenkampf:

-> Die Affäre um Friedrich Alfred Krupp 1902

Handstreichartig macht die SPD durch Verleumdungen und hetzerische Reden und Artikel die Emanzipationsbemühungen schwuler Menschen zunichte. Die seinerzeit weit fortgeschrittene Diskussion über eine Abschaffung oder zumindest Abmilderung der Straftatbestände im Sinne des § 175 Reichsstrafgesetzbuch erlitt einen herben Rückschlag (vgl Christian Schäfer, “Widernatürliche Unzucht”, S 31 mwN). Die SPD hatte ihr Ziel einer Verstärkung homophober Contrainstinkte in der Bevölkerung erreicht. Es sollte mehr als neunzig Jahre dauern, bis die Diskussion über die Strafbarkeit gleichgeschlechtlicher Sexualkontakte zur Streichung des § 175 führte.

Deutschland. Wir begeben uns in die dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Eine düstere Zeit, überladen von sozialen Konflikten. Eine einst große stolze Partei ringt um ihr politisches Überleben. .. continue reading ..

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11 Mar 10

Rudolf Assauer, verrenteter Fußballer, offenbart in einem Interview mit der Kölner Presse zweierlei:

1. Er steckt bis zur Halskrause voller Homophobie.

Haben Sie in Ihrer Karriere als Spieler und Manager nie einen schwulen Fußballer kennen gelernt?

Nein, nie! Als ich noch in Bremen war, hörte ich, dass unser Masseur schwul ist.

Und? Was haben Sie gemacht?

Ich bin zu ihm gegangen und habe ihm gesagt: Junge, tu mir einen Gefallen – such Dir einen neuen Job.

Selbstredend hat Assauer nichts gegen homosexuelle Menschen. Er will sie nur nicht in seiner Nähe haben oder sich gar von ihnen anfassen lassen. Wie das Gespräch mit dem Masseur verlaufen ist, mag sich jeder selbst ausmalen.

2. Der Fisch stinkt vom Kopfe her (das hat nichts mit Assauers Tabakverbrennung in Gesichtsnähe zu tun).

In den letzten Jahren sind in Deutschland zahlreiche schwullesbische Fußballfanclubs entstanden. .. continue reading ..

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10 Mar 10

Guido Westerwelle ist nun seit gut vier Monaten Bundesminister des Auswärtigen. In dieser Zeit hat er an verschiedenen Außenministerkonferenzen teilgenommen und diverse Auslandsreisen absolviert, teilweise in Begleitung seines Lebensgefährten Michael Mronz. Soweit ersichtlich nimmt im Ausland niemand ernsthaft Anstoß daran, dass der deutsche Außenminister schwul ist, und auch die Begleitung des Ministers durch Herrn Mronz hat weder die asiatische noch die südamerikanische Welt ins Wanken gebracht.

Nicht klar mit der Homosexualität des Ministers und der Tatsache, dass er seinen Lebensgefährten ganz selbstverständlich mitnimmt, kommt allerdings die deutsche SPD.

Vor wenigen Tagen ließ die Partei ihre Generalsekretärin Andrea Nahles, bisher eher als innerparteiliche Wadenbeißerin bekannt, auf Westerwelle losgehen. Wie bereits gestern geschrieben stellt Nahles in Abrede, dass Westerwelle sich von seinem Lebensgefährten begleiten lassen dürfe. Mit sehr viel gutem Willen und einigem Wegsehen kann man zu der Ansicht kommen, dass hinter dieser Attake Nahles Zwangsstörung, Köpfe rollen zu lassen, und nicht ihr homophober Contrainstinkt steckt. Der Blogger Samstag ist ein guter Tag hat es unternommen, sich und Nahles um Aufklärung zu bemühen.

Nahles Antworten auf die ihr gestellten Fragen sind durchaus erhellend: .. continue reading ..

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9 Mar 10

Die SPD steckt voller reflexhafter Homophobie. Man muss Guido Westerwelle, einerlei was man sonst von ihm hält, dankbar sein, dass er der SPD die Möglichkeit gibt, ihre Vorbehalte gegenüber schwulen Männern in voller Breite zu offenbaren.

Schon am Abend der Bundestagswahl war aus dem nordrhein-westfälischen SPD-Landesverband voller Inbrunst zu hören, einen Schwulen wolle man nicht als Bundesaußenminister. Nun konnte die Parteivorsitzendenaustauschpartei nicht durchsetzen, dass der Bundesminister des Auswärtigen nicht schwul sein darf, allerdings hat sie, in Gestalt ihrer Generalsekretärin Andrea Nahles, einen anderen Plan entwickelt: Fernab einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Politik der Bundesregierung, das besorgt derweil die CSU, will Nahles, dass schwule Minister, so viele gibt’s davon im Moment noch nicht, nicht mehr auf Dienstreisen von ihren Lebenspartnern begleitet werden dürfen. .. continue reading ..

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8 Mar 10

Das Schwule Netzwerk NRW hat als Reaktion auf die im vergangenen Monat in der schwullesbischen Presse und in verschiedenen Blogs laut gewordene Kritik an der ARCUS-Stiftungsinitiative ein eineinhalbseitiges Rechtfertigungsschreiben veröffentlicht. In säuerlich-pedantischer Sprache wird mitgeteilt:

Wir bereits eine Woche zuvor die Vollversammlung der LAG Lesben in NRW, so hat nun auch die Mitgliederversammlung des Schwulen Netzwerks NRW die offenen Fragen zur Gründung der ARCUS-Stiftung klären können, die vor allem durch einige kritische Medienberichterstattung aufgekommen waren.

Ja, diese bösen Medien; da hat es doch tatsächlicher jemand gewagt, den schwullesbischen Klüngel zu hinterfragen. Und wo sind nun die Antworten? .. continue reading ..

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7 Mar 10

Wenn Frauen doch bloß die Finger von schwulen Männer lassen würden; ich meine, wenn’s um die Gefühlswelt geht, wenn’s um Sex geht. Aber nein, sie wollen auch noch Geld an ihnen verdienen. Die schon viel zu oft erwähnte olle Vonholdt, Christl R., will zum Beispiel abkassieren, indem sie sich als Schwulenheilerin abreagiert, und in Bayern versucht Sandra Sopp-Ehlting, Männer richtig schwul zu machen. Beiden Damen (in Bezug auf Vonholdt möchte ich den Begriff in Anführungsstriche gesetzt wissen) ist gemein, dass sie sich in Angelegenheiten verstricken, von denen sie nichts verstehen.

Warum sollte ein schwuler Mann sich von einer Frau in seine Gefühlswelt hineinreden lassen? .. continue reading ..

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6 Mar 10

So langsam aber sicher drehen bestimmte Sektionen der Evangelikalen völlig durch.

Dass Evangelikale in Uganda mit Unterstützung evangelikaler Sekten aus den USA und Europa Massenhinrichtungen von schwulen Menschen fordern, ist seit Wochen Thema. An der schwulenfeindlichen Hetze der Evangelikalen ist die us-amerikanische American Family Association (AFA) an forderster Front beteiligt. Die AFA will aber nicht nur schwule Menschen tot sehen, nein, sie hat noch ein anderes Ziel im Visier:

Tilikum. Der Orca Tilikum ist nunmehr zum dritten Mal in Vorfälle verwickelt, die zum Tod von Menschen geführt haben. Zuletzt am 24.02.2010 tötete der Wahl eine Tierquälerintrainerin.

Die Evangelikalen haben flugs in der Bibel nachgeschlagen um herauszufinden, welche Strafe ihr dämlicher Gott für diese Fälle für Orcas vorgesehen hat, und siehe da der Fall ist tatsächlich geregelt und die AFA fordert getreu der göttlichen Weisung: .. continue reading ..

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